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Tourismusberufe haben großes Potenzial für eine internationale Karriere

Die Anforderungen in der Tourismus- und Gastgewerbebranche sind hoch. Doch wer Spaß versteht, gerne mit und für Menschen arbeitet und ein hohes Maß an Kreativität und Flexibilität schätzt, wird die Arbeit in diesem Dienstleistungsgewerbe lieben. Mitarbeiter/innen der Gastronomie sind einerseits Werbe- und Kulturträger für ihr Umfeld, aber auch Reformer und Psychologen. Sie sind am Puls dessen, was Gäste von Morgen brauchen und wünschen und so ein Gradmesser für notwendige Veränderungen.

Diese Berufsgruppen bieten viel Potenzial, die Welt zu sehen und das mit Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu verbinden. Zahlreiche Absolventen/innen der Fachberufsschule Oberwollanig/Warmbad zeugen davon. Das heißt aber nicht, dass jene, die nicht so glamourös in den Medien aufscheinen, keinen interessanten Berufsweg eingeschlagen hat - man spricht nur weniger über sie.


 
Das Erfolgsrezept für Köche
Vorwort von Eckart Witzigmann, „Koch des Jahrhunderts“.
www.eckart-witzigmann.de


 Liebe Schüler und Lehrer,

Eine häufig gestellte Frage kehrt immer wieder: Warum sollte ein junger Mensch in Zeiten wie diesen den Beruf des Kochs erlernen? Ich bin da sicher nicht objektiv, weil befangen und vorbelastet, trotzdem will ich versuchen diese Frage zu beantworten.
Es gibt ein Bündel an sehr spezifischen Gründen diesen faszinierenden Beruf zu ergreifen, drei sehr subjektive will ich an dieser Stelle gerne aufführen:
Koch ist ein faszinierender, krisenfester Beruf, wer will kann ihn in der ganzen Welt ausüben und wer es geschickt anstellt und den nötigen Ehrgeiz entwickelt kann damit gutes Geld verdienen und seit einigen Jahren auch berühmt werden.
Wer jedoch nur Koch werden will, um reich und berühmt zu werden, wird in diesem Beruf keine Erfüllung finden. Die Faszination macht etwas gänzlich anderes aus: Ich kann mit den wunderbarsten Grundprodukten arbeiten, ich kann kreativ sein, ich kann Gästen nachhaltige Freude bereiten und ich kann - wenn man das will und anstrebt - mein eigener Chef werden. Bevor ich auf Geld und Berühmtheit eingehe möchte ich noch einige andere Argumente reflektieren.
Natürlich wird man nicht als guter oder sogar berühmter Koch geboren. Natürlich ist es bis dahin ein langer, auch harter Weg, an dessen Anfang Sie jetzt vielleicht stehen. Mit dem Klick auf diese Website haben Sie den ersten Schritt bereits getan: Denn am Beginn jeder Kochkarriere steht eine gute Ausbildung, eine gute Schule. Hier in Warmbad wird die Basis gelegt, für späteren Erfolg, vielleicht sogar für Berühmtheit.
Gut und berühmt werden allerdings nur die, die mit Leidenschaft und Begeisterung an ihr Ziel herangehen. Die alle Rückschläge - von denen ich wohl hunderte, wenn nicht tausende erlebt habe - wegstecken. Es ist wie im Spitzensport: Wer etwas werden will, muss (sich) durchbeißen, muss einstecken können. Das geht, wenn man ein Ziel vor Augen hat.
Einige ehemalige Schüler dieser Schule in Oberwollanig - jetzt Warmbad Villach, haben dieses Ziel erreicht. Denn hier wird professionell alles vermittelt, was Sie zum guten Koch machen wird. Allerdings funktioniert das nur, wenn Sie mit Freude und Zielstrebigkeit zur Sache gehen. Wenn Sie Interesse mitbringen, Neugierde, Ehrfurcht vor den Produkten, mit denen Sie arbeiten. Plus eine gehörige Portion Durchhaltevermögen, die auf jedem Weg nach oben dazu gehört.
Mit „oben" meine ich gar nicht, dass Sie ein Sternekoch werden müssen. Das ist natürlich ein großartiges Ziel, aber es ist auch harter Spitzensport. Nein, „oben" sind für mich auch die engagierten, guten Köche, die immer rarer und deshalb immer gefragter werden. Die unsere wunderbare heimische Küche weiterpflegen, die einen bodenständig, die anderen in kreativer Verfeinerung. Wichtig ist nur die Liebe zum Beruf, das ist die wichtigste Voraussetzung.
Jetzt will ich ihnen das anfangs versprochene Rezept verraten, wie man als Koch gut verdienen und vielleicht sogar berühmt werden kann: Lernen Sie mit Begeisterung. Fragen Sie Ihren Lehrern und Lehrherren Löcher in die Bäuche. Gehen Sie nach der Lehre in die Welt hinaus, um weiterzulernen, um das Können immer weiter zu verfeinern. Besuchen Sie große Köche, um Ihre Arbeit zu studieren und selbst weiterzukommen.

Wenn Sie diese Ratschläge befolgen, werden auch Sie Erfolg haben: Egal, ob Sie sich später für die engagierte bodenständige Küche oder für den Sterne-Weg entscheiden.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und viele schöne Lernerfolge in der Fachberufsschule Warmbad Villach.

In Verbundenheit Ihr
Eckart Witzigmann

 Zur Person:
Eckart Witzigmann, 1941 in Bad Gastein geboren, hat im Hotel Straubinger in Gastein die Kochlehre gemacht. Danach verfeinerte er sein Können bei großen Köchen, u. a. bei Paul Bocuse in Lyon und Paul Haeberlin im Elsaß, beide mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet. Diese erkochte auch Witzigmann als erster deutschsprachiger Koch im Jahr 1980 in seinem Restaurant „Aubergine" in München, wo er auch vier Hauben trug. 1994 wurde der Österreicher von „Gault Millau" mit dem Titel „Koch des Jahrhunderts" geehrt, seit 2007 ist er Präsident der Deutschen Akademie für Kulinaristik. Witzigmann arbeitet heute als Berater und als Patron großer kulinarischer Veranstaltungen. 

Viele große Köche haben bei ihm gelernt, u. a. Johann Lafer, Alfons Schuhbeck, Harald Wohlfahrt. Auch Harald Fritzer, der an der FBS Warmbad Villach unterrichtet, hat sein Können bei Witzigmann verfeinert.

Danksagung an:

Vorwort: Eckart Witzigmann "Koch des Jahrhunderts"

Textlicher Bereich: Heinz Grötsching freier Journalist "Chefredakteur Alpen-Adria Magazin"

Idee: Harald Fritzer