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Intercontinentaler Manager


Christian Pertl aus Malta ist der neue Marketingdirektor der Hotelgruppe InterContinental in Österreich. Seine Karriere begann im Warmbader Hof.

Rund 40 Millionen Euro Umsatz im Jahr macht allein das österreichische InterContinental-Stammhaus am Wiener Stadtpark. Man kann sich also vorstellen, wie viel bei der Arbeit von Christian Pertl auf dem Spiel steht, denn die Hotelgruppe betreibt insgesamt fünf Häuser in Österreich und Pertl ist - seit einem Monat - der Verkauf- und Marketingdirektor. Eine Top-Position, für die natürlich kein deutscher Ausdruck mehr standesgemäß ist. Auf Pertls Visitkarten steht daher „Area Director for Sales and Marketing".
450.000 Gäste beherbergt die Gruppe - übrigens auch Exklusiv-Caterer der Hofburg - in Österreich pro Jahr, unter den Stammgästen findet sich Elton John genauso wie Joschka Fischer. Pertls Auftrag ist es, neue Gäste und bestenfalls Großkunden wie die Deutsche Bank anzuwerben. In England, Amerika und Dubai gibt es derzeit am meisten für ihn zu tun. „Die Arabischen Emirate sind ein absoluter Zukunftsmarkt. Im Sommer, wenn es dort 50 Grad hat, kommen ganze Großfamilien nach Wien", berichtet der 29-Jährige. „Sie bleiben ein bis zwei Monate und gönnen sich jeden Luxus."
Den Job, bei dem ihm auch sein Humor zugute kommt, hat Pertl, der in Malta aufgewachsen ist von der Picke auf gelernt. Im Warmbader Hof absolvierte er eine Kochlehre, danach zog er ein Studium auf der Fachakademie für Tourismus in Klagenfurt durch, das er sich über seine Arbeit als Koch im Hotel Post in Lech finanzierte. Im altehrwürdigen Palais Schwarzenberg durchlief er schließlich ein Management-Traineeprogramm, bei Interconti hat er unter anderem schon langjährige Erfahrungen in den Resorts in Loipersdorf und Bukarest gemacht. Das Leben im und fürs Hotel führt er leidenschaftlich, „weil da 24 Stunden am Tag was los ist". Nur ein Single-Dasein muss er dafür hinnehmen - das kommt, weil er permanent auf Achse ist. Aber: Zum Bergsteigen zu Hause in Kärnten, zum Golfen und zum Laufen reicht die knappe Freizeit manchmal doch. Im April jedenfalls will Pertl in London seinen ersten Marathon laufen.